Ein Roman von Matthias Arnold
KATHARSIS
The One Between
Ein gefallenes Wesen. Zwei Epochen.
Eine Strafe ohne Ende.
Hörbuch-Auszüge
Roh. Ungeschnitten. Für die Verdammten.
Kapitel 1 — Der Gefreite
Verdun, 23. Juni 1916 · Richard Barenberg
Kapitel 3 — Der Schreiner
Agen, 1534 · Richard Barenberg
Werde einer der Verdammten.
Leseproben, Hörfetzen und News aus dem Maschinenraum —
bevor sie irgendwo gepostet werden.
Geschichte wiederholt sich nicht —
aber sie reimt sich.
Atimos hat seinen Namen verloren. Seine Privilegien. Seine Liebe. Der Große Zirkel hat geurteilt: Poena Aeterna — die Ewige Strafe.
Als körperloses Bewusstsein fährt er in fremde Wirte und durchlebt die dunkelsten Kapitel der Menschheitsgeschichte. Nicht als Beobachter — von innen. Mit jeder Angst. Jedem Schmerz. Jedem Tod seiner Wirte.
Im Inferno von Verdun 1916 kämpft er als einfacher Gefreiter. Im pestverseuchten Agen 1534 schützt er einen jungen Priester und den Apotheker Nostradamus — und büßt dabei auf alle erdenklichen Arten.
Die einzige Stimme, die ihn begleitet, ist die seines jungen Anwalts — des Advocatus. Doch über all dem lauert etwas anderes: die Hekatonen. Wächter, die menschliches Leid nicht beobachten — sondern ernten.
Kann Schuld, die tief genug sitzt, jemals wirklich gesühnt werden? Wer entscheidet das — und seit wann beobachtet uns etwas, das wir nicht sehen?
Zwei Orte. Eine Strafe.
Atimos kennt keine Wahl — nur den nächsten Körper, den nächsten Tod.
Der Gefreite
Schlamm. Granatfeuer. Das Niemandsland als Spiegel der Hölle. Als Gefreiter erlebt Atimos das absolute Grauen des Ersten Weltkriegs — getrieben von einer Stimme in seinem Kopf, die ihm keine Flucht erlaubt. Nicht einmal in Gedanken.
Erster Weltkrieg · WestfrontSchlacht um Verdun · Feb – Dez 1916
Der Schreiner & der Priester
Der Schwarze Tod schleicht durch enge Gassen. Religiöser Fanatismus und medizinischer Pragmatismus prallen aufeinander. Und mittendrin: Nostradamus, ein junger Pater — und Atimos, der beide schützen muss.
Pestepidemie · SüdfrankreichNostradamus als Apotheker · Glaube gegen Vernunft
Themen & Motive
Katharsis ist mehr als ein Roman — es ist eine Abrechnung mit der Menschheit.
Schuld & Sühne
Die Menschheit hat sich in ihrer Geschichte unendliche Schuld aufgeladen. Atimos trägt diese Last stellvertretend — und leidet für das, was wir nie fühlen wollen.
Katharsis
Die innere Reinigung. Nicht durch Vergessen, sondern durch Durchleben. Was bleibt, wenn alles verbrannt ist? Der Roman gibt keine einfache Antwort.
Das ewige Vergessen
Wenn wir heute fühlen könnten, was ein 16-Jähriger an der Flak 1945 fühlte, gäbe es keine Kriege mehr. Aber wir Menschen vergessen — und sind so in einer Endlosschleife aus Leid gefangen.
Glaube & Fanatismus
Im pestverseuchten Agen prallen Glaube und Vernunft aufeinander. Was passiert, wenn Macht auf Fanatismus trifft? Wer entscheidet, wer lebt — und wer dafür büßt?
Verantwortung
Atimos kämpft scheinbar für sich — tatsächlich aber für die gesamte Menschheit. Er repräsentiert die menschliche Seele mit all ihren Schwächen. Und ihrer Weigerung, daraus zu lernen.
Erlösung
Der ewige Kampf um Erlösung. Atimos ist der Anti-Held, der für unsere Sünden leidet. Immer und immer wieder — bis zu einer Auflösung, die niemand erwartet.
Die Charaktere
Jeder trägt eine Last. Nicht jeder überlebt sie.
Atimos
„Der Eine Zwischen den Welten"
Einst ein höheres Wesen, verurteilt vom Großen Zirkel zur Poena Aeterna. Atimos fährt als Bewusstsein in Wirtskörper und durchlebt die Geschichte der Menschheit von innen. Als Gefreiter in Verdun. Als Schreiner in Agen. Er erlebt jeden Schmerz, jede Angst, jeden Tod seiner Wirte.
Er hat alles verloren: seinen Namen, seine Privilegien, seine Liebe. Was bleibt, ist die Stimme in seinem Kopf — und die Frage, ob Schuld jemals wirklich gesühnt werden kann.
Pater Jérôme
„Der Zweifelnde"
Zwischen Pflicht und Mitgefühl zerrissen. Er ringt mit den Regeln seines Ordens — und mit einem Gott, der zu schweigen scheint.
Aurel
„Der Schreiner"
Ein Mann mit dunkler Vergangenheit und einem Versprechen, das er um jeden Preis halten will — selbst wenn es ihn das Leben kostet.
Nostradamus
„Der Apotheker"
Nicht der Prophet der Nachwelt — sondern ein pragmatischer Mediziner, der Vernunft über Glauben stellt. Eine reale Figur, eingebettet in Fiktion.
Advocatus
„Die Stimme im Kopf"
Atimos' junger Anwalt und einziger Beistand. Er hört zu — aber gibt keine Erlösung. Sein Urteil ist gesprochen.
Erste Eindrücke
Auszug · Kapitel 1 · Der Gefreite · Verdun · 23. Juni 1916„Der Gefreite"
Ratternde Maschinengewehrsalven. Ohrenbetäubende Granateinschläge. Das immerwährende Trommelfeuer übertönte alles. Nur nicht die Stimme in Atimos' Kopf. Sie war immer da — Tag und Nacht.
Nicht wie ein leichter Kopfschmerz, den man mit viel mentaler Überwindung in den Hintergrund hätte verbannen können. Nein, die Stimme war wie das Dröhnen einer riesigen eisernen Kirchenglocke, die ihre Präsenz mehrmals in der Stunde mit lautem Donnerhall den Gläubigen ins Gedächtnis rief. Selbst nach einer weiteren schlaflosen Nacht im Schützengraben gab sie keine Ruhe.
Zwischen den abstehenden Ohren des Mannes klingelte das nächtliche Zerstörungsfeuer der schweren Artillerie auf die französischen Stellungen. Jeder Einschlag ließ die Welt erzittern und sprengte Unmengen von Erde und die toten Kadaver gefallener Kameraden in den Morgenhimmel.
»Atimos, du musst die Augen öffnen.«
Da war sie wieder mit ihrer weichen Tonlage. Wäre sie die Stimme eines Kameraden, hier im Blut und Morast des Schützengrabens, würde er sich gern unterhalten. Aber sie war bloß in seinem Kopf, und das seit einer Ewigkeit.
»Atimos, bitte öffne die Augen. Du kannst nicht ewig an diesem Erdwall lehnen und vorgeben, du seist woanders.«
Der Soldat mit dem knurrenden Magen war es leid. »Nein, kann ich nicht?« antwortete er in seinen Gedanken. Aufbrausend schob er hinterher: »Warum nicht? Bringt es etwas, wenn ich sie öffne?«
»Du musst deiner Mission ins Auge sehen!«
Werde einer der Verdammten.
Hier endet, was öffentlich ist. Dahinter wartet, was nicht für jeden ist:
- ITextpassagenLange bevor der Roman erscheint.
- IIHörfetzenAus der Tonkabine — roh, ungeschnitten.
- IIIBriefeVom Autor, geschrieben für dich — nicht für eine Liste.
- IVNewsAus dem Maschinenraum, bevor sie irgendwo gepostet werden.
- VZugehörigkeitUnter denen, die das Schönreden nicht mehr aushalten.
Kein Newsletter im üblichen Sinne. Keine Werbung, getarnt als Vertrautheit.
Eine direkte Linie zwischen jemandem, der etwas zu erzählen hat —
und denen, die zuhören wollen, bevor es bequem wird.